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25 Jahre Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation


25 Jahre BAFM

Jubiläumsfachtag - 15.-16. Nov. 2019 in Berlin

 

Familie haben wir alle…
                        ….und was bedeutet das?

Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum.

Angefangen hat es mit engagierten FamilienmediatorInnen, die vor allem hohe Standards für ein Feld der Mediation sichern wollten, das insbesondere vom Ansatz der Mediation profitieren konnte. Männer und Frauen in juristischen und psycho-sozialen Berufen und die Bi-Professionalität auf einen Nenner zu bringen stellte sich als große Herausforderung dar, aber gerade die Interdisziplinarität ist zu einem Marken- und Gütezeichen der BAFM geworden. Seitdem haben viele an diesem Verband dazu beigetragen, dass sich Familienmediation etablieren konnte, Standards gehalten und weiterentwickelt werden konnten und so etwas wie gemeinsame Elternschaft nach Trennung und Scheidung überhaupt möglich erscheint.  Mitgliedsbeiträge, erfolgreiche Familienmediationen, Austausch unter den KollegInnen, zahllose Sitzungen, hervorragende Ausbildungen und Fortbildungen, Veröffentlichungen, Eintreten für unsere Ziele bei KundInnen, Gesellschaft und Politik und das Achten unserer mediatorischen Haltung sind Bausteine dieses Einsatzes für die Familienmediation.
Inzwischen beschäftigen uns schon lange nicht mehr nur Trennung und Scheidung, sondern alle Fälle in denen wir mit unserem Interesse an der „Familiendynamik“ helfen können, neu zu gestalten. 2016 haben sich Fachgruppen gebildet: Familie und Kind, Elder Mediation, Erbmediation, FamilienUnternehmen und Cooperative Praxis. Sie sind neben den Regionalgruppen ein Ort, an dem sich viele Mitglieder engagieren. Beiden gilt an diesem Jubiläumsfachtag eine besondere Aufmerksamkeit.
„Familie haben wir alle…. und was bedeutet das?“ Wir sind alle FamilienmediatorInnen, wir haben Interesse an dem Phänomen Familie und wir kennen es sogar aus eigenem Erleben. Was macht Letzteres mit uns. Findet es Einfluss in unsere Mediationen, hilft es oder behindert es. Sind wir uns dessen bewusst?

Anknüpfend daran wird uns Albert Eckert aus Berlin, Politologe, Organisationsberater, Mediator (BAFM), Moderator und Coach,  mit seinem Impuls-"Vortrag" "Familie haben wir alle.. – eine familiär kollaborative Auszeit mit Albert Eckert“ in Schwung bringen. In den anschließenden Workshops können wir uns jeweils aus der Perspektiven einer Fachgruppe weiter auf die Spur kommen. Samstag wollen wir die Regionalgruppenarbeit feiern und fördern. Dazwischen liegt ein bisschen Arbeit in der Mitgliederversammlung und ein großes Fest zu 25 Jahren BAFM.

Das Sprecherteam der BAFM und das mit organisierende  Berliner Institut für Mediation freuen sich, wenn Sie mit uns arbeiten, reflektieren und feiern.

Programm:

Impuls-„Vortrag“: „Familie haben wir alle...“ – eine familiär kollaborative Auszeit mit Albert Eckert, Politologe, Organisationsberater, Mediator (BAFM), Moderator und Coach. www.denkmodell.de

Workshops:  

 I. Familie und Kind:
Mediation im Wandel der Generationen (leider ausgebucht)
Wir sprechen von “Elder Mediation”, wenn spezifische Anliegen älterer Menschen in der Mediation bearbeitet werden und ggf. besondere fachliche Kenntnisse erforderlich sind. Wie sinnvoll ist es im Umkehrschluss, sich als Mediator/innen mit “Younger Mediation” zu befassen? Wie gut wissen wir Bescheid, wenn es um spezifische Anliegen der jüngeren Generationen geht? Welche Bedeutung hat der Generationswandel für die Mediation? Welche Auswirkungen hat die Zugehörigkeit zu einer Generation beispielsweise auf Konfliktverhalten, Verhandlungsstrategien und Problemlösungsmethoden? Welchen Einfluss hat das eigene generationale Wertemuster der Mediatorin auf die Praxis der Mediation? Wir laden zu kritischer Selbstreflexion eigener Werte ein, zum Aufdecken von Vorurteilen (“unconcious bias”) und wie man sie für die Mediation nutzbar machen kann.

Workshopleitung:  Dr. Isabell Lütkehaus, Mediatorin (BAFM, BM), Supervisorin & Executive Coach (DGSv), Rechtsanwältin & Autorin www.luetkehaus.berlin , Frank Glowitz, Mediator BAFM und BM, Ausbilder BAFM, systemischer Supervisor (DGSv), Dipl.-Psychologe  polylux-organisationsberatung.de

II. Elder mediation:
Lange leben - ja! Alt werden - nein danke!
Die Fragen, die sich uns in der Langlebigkeitsgesellschaft stellen, verbreiten viel Verunsicherung, sowohl in der Gesellschaft als auch in unseren privaten Beziehungen. Altern verlangt häufig nach Veränderungen der Lebensgestaltung und fordert die Betroffenen und ihr Umfeld heraus. Elder Mediation hilft, schwierige Entscheide im Konsens zu fällen. 25 Jahre und mehr Jahre Erfahrung in Sachen Mediation helfen, angepasste Formen der Mediation für diesen Arbeitskontext zu entwickeln.

Workshopleitung: Prof. Yvonne Hofstetter Rogger, Mediatorin SDM, Mitherausgeberin der Zeitschrift «perspektive mediation», Mitinitiatorin eines Netzwerkes von Elder Mediator*innen in der Schweiz, Deutschland und Österreich, Vorsitzende der Fachkommission Nordwestschweiz der UBA (Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter), ehemalige Dozentin und Studienleiterin im Kompetenzzentrum Mediation und Konfliktmanagement der Berner Fachhochschule, www.mediationbern.ch

III. Erbmediation:
Erbmediation im Spannungsfeld zwischen Psychologie und Recht - besondere Anforderungen an uns als MediatorInnen
Was interessiert am Thema Erben? Warum will ich zwischen Erben/im Kontext Erben mediieren? Welche besonderen Anforderungen sind bei der Mediation zwischen Erb*innen bzw. Erb*innen und Erblasser*in zu beachten? Wie kann der Psychodynamik und ihrer Thematisierung ausreichend Rechnung getragen werden? Wie den rechtlichen Fallstricken und Notwendigkeiten? Am Ende des Workshops ist zudem kurz Zeit für die Fachgruppe Erbmediation und deren Planung weiterer Aktivitäten.

Workshopleitung: Sybille Kiesewetter, Dipl.-Psychologin, Approbierte Psychotherapeutin für Psychoanalyse und tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, www.praxis-kiesewetter.info  ; Elisabeth Weitzell Rechtsanwältin, www.konsenskanzlei.de ; Christoph Paul, Rechtsanwalt und Notar, www.paul-partner.eu ; alle: MediatorIn und AusbilderIn BAFM

IV. Familienunternehmen:
Gibt es den „wirtschaftlichen Familienmediator“? Mediation in Familienunternehmen
Was motiviert Persönlichkeiten, den Beruf des Mediators zu ergreifen? Die wenigsten werden „wirtschaftlicher Erfolg“ oder „Maximierung des Vermögens“ als ihre Ziele nennen. In Mediationen mit Familienunternehmen spielen sowohl familiäres Denken als auch wirtschaftliches Handeln eine große Rolle. Welche Sichtweisen und Erfahrungen sind in diesem Kontext hilfreich, welche eher schädlich? Wie wirken sich die Einstellung zu Geld und Reichtum, die eigene Historie und Werte auf die Arbeit des Mediators aus?

Workshopleiterin: Tanja Ziegler, Dipl.-Volkswirtin, Mediatorin, Konflikt-Coach und Trainerin, www.villa-consens.de  

V. Cooperative Praxis:

Im Spannungsfeld zwischen Verantwortung für das Verfahren und Interessenwahrnehmung für die eigene Klient*in.
Cooperative Praxis ist als mediationsanaloge Konfliktlösungsmethode besonders in den Fällen geeignet, in denen die Voraussetzungen für eine Mediation nicht vorliegen, weil z.B. eine Seite aus gesundheitlichen Gründen oder weil die zu regelnden Sachverhalte zu komplex sind nicht, in der Lage ist, die eigenen Interessen zu vertreten. Auch wenn eine Seite aus anderen Gründen nicht bereit ist auf eine eigene Anwält*in zu verzichten, stellt Cooperative Praxis eine Alternative zu einer auf eine gerichtliche Entscheidung hin orientierte Vorgehensweise dar. Eine Besonderheit bei der Cooperativen Praxis stellt die Regelung dar, dass die beteiligten Anwält*innen sich verpflichten, für den Fall, dass keine Einigung zustande kommt ihre jeweiligen Klient*innen nicht vor Gericht zu vertreten. Es wird so sicher gestellt, dass trotz anwaltlicher Vertretung der Beteiligten die Einigungsmöglichkeiten im Fokus bleiben und der Versuch der Einigung nicht nur ein Durchgangsstadium zum späteren Gerichtsprozess wird. Für die beteiligten Anwält*innen und Coaches bringt es die Cooperative Praxis mit sich, dass sie im Spannungsfeld stehen zwischen der Wahrnehmung der Interessen der eigenen Klient*in, die möglicherweise im Gegensatz zu den Interessen der anderen Konfliktbeteiligten steht und der Verantwortung für das Verfahren, das einer optimalen Verwirklichung der Interessen beider Seiten dienen soll und einem gerechten Ausgleich, soweit die Interessen gegensätzlich sind. Die beteiligten Anwält*innen und Coaches müssen in sich die Haltung der Mediator*innen und der einseitigen Parteivertreter*in in Balance bringen. In dem Workshop wird es um diesen inneren Konflikt und wie er zum Nutzen der Klient*innen gelöst werden kann, gehen.  

Workshopleiter: Dietmar App, Mediator (BAFM, BM), Rechtsanwalt, Fachanwalt für Familienrecht und CP-Anwalt, www.rechtsanwaelte-mediatoren.de

 

Zeitplan:

Freitag, 15. 11. 19:
  9.00 Uhr      Ankommen und Begrüßung
  9.30 Uhr      25 Jahre BAFM - das Fest beginnt , Grußworte
11.00 Uhr      Kaffeepause
11.30 Uhr      Impuls-„Vortrag“:  Familie haben wir alle... – eine familiär kollaborative Auszeit mit Albert Eckert
13.00 Uhr      Mittagessen
14.30 Uhr      Fünf  Workshops zu den BAFM Fachgruppen
16.00 Uhr      Kaffeepause
16.30 Uhr      MV I
19.30 Uhr      festliches Abendessen mit Life-Musik und Tanz

Samstag, 16. 11.19
   9.00 Uhr     MV II
10.30 Uhr      Kaffeepause
11.00 Uhr      Regionalgruppen  - hier lebt die BAFM vor Ort

  • Aufgaben/ Funktionen
  • Patenschaften
  • Netzwerken, Fortbildungen, QVM

12.30 Uhr     Abschluss und Ausblick
13.00 Uhr     Ende des Fachtags

Organisatorisches:

Ort: Logenhaus Berlin-Wilmersdorf, Emser Str. 12-13, 10719 Berlin, www.logenhaus.de

Tagungsgebühren:

BAFM-Mitglieder:   80 € ( inkl. Verpflegung)
Nicht-Mitglieder:  130 € ( inkl. Verpflegung)

Festliches Abendessen am Freitag: 30 € ( inkl. nicht-alkoholischer Getränke)

Bitte überweisen Sie mit der Anmeldung den Gesamtbetrag unter dem Stichwort „ BAFM-Jubiläumsfachtag“ auf das Konto der BAFM bei der Berliner Sparkasse, IBAN DE34 1005 0000 1150 0188 32

Eine Stornierung ist bis zum 1.11. 2019 möglich, danach die Benennung einer/s Ersatzteilnehmenden.

Bitte nutzen Sie zur Anmeldung das Online-Formular oder schreiben Sie uns eine Email unter Angabe Ihres Namens, Adresse, Email und Geburtsdatum sowie einer ersten und zweiten Wahl für einen Workshop.

Wir verwenden Ihre Daten lediglich zur Organisation des Jubiläumsfachtages. Wenn Sie damit einverstanden sind, erscheinen Ihr Name, Adresse, Telefonnummer und Email auf einer Teilnehmenden-Liste, die wir am 15./ 16. November 2019 den Teilnehmenden zu Vernetzungszwecken zur Verfügung stellen.

BAFM, Spichernstr. 11, 10777 Berlin, Tel: 030 / 236 282 66, bafm@bafm-mediation.de

 

Herzlich danken wir dem mit organisierenden Berliner Institut für Mediation und allen Workshopleiter/innen