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Supervision


Regelmäßige Fallsupervision trägt zum Gelingen der mediatorischen Arbeit bei.
Die BAFM empfiehlt ihren Mitgliedern ihre Mediationen regelmäßig supervidieren zu lassen.

ich nehme einen Fall nach Hause“ – „meine Klient/innen nerven mich“ – „meine Klient/innen kommen oft zu spät“ – „die Kinder tun mir so leid“ – „ich bin empört“ – „als Co-Mediator/innen finden wir keine Linie“

Bereits in der Ausbildung zur Mediator/in spielt das Thema Supervision eine Rolle.
Die mediatorische Arbeit mit Konfliktparteien birgt Stolpersteine. Insbesondere die Balance zwischen einerseits größtem Verständnis und Empathie für die Anliegen der Konfliktparteien und andererseits der absoluten Enthaltung beim Finden von Lösungen stellt Mediator/innen vor eine große Herausforderung. Zusätzlich geht es häufig um Konfliktlagen, die den Mediator/innen aus eigenem Erleben gerade in der Familienmediation sehr gut bekannt sind. Regelmäßige Fallsupervision trägt entsprechend zum Gelingen der mediatorischen Arbeit bei.
Bei allen angehenden Mediator/innen, auch solchen mit psycho-sozialen und sozialpädagogischen Grundberufen geht mit der Ausbildung zur Mediator/in eine grundlegende Haltungsänderung einher. Die neue Haltung sollte gerade zu Beginn immer wieder reflektiert werden.
Supervision ist immer auch eine Form von Fortbildung.
Entsprechend sehen sowohl die Richtlinien der BAFM für die Familienmediation als auch die Ausbildungsordnung Supervision vor.

Indikation für Mediations-Supervision

  • Schwierigkeiten oder Erfolglosigkeit beim Akquirieren von Fällen
  • Annahme von Fällen, in denen die eigene Neutralität nicht gewährleistet ist
  • Überdurchschnittlich häufige Abbrüche von Mediationen
  • Schwierigkeiten mit Mediationen aus anderen als den eigenen beruflichen Herkunftsbereichen
  • Eigene biographische oder berufliche Fallen
  • Probleme beim Thema Geld, z.B.: eigenes Honorar, Armut oder Reichtum der Medianten
  • Rollenkonflikte aus dem Herkunftsberuf
  • Schwierigkeiten bei Mediationen mit mehr als zwei Konfliktparteien
  • Probleme in der Co-Arbeit, besonders bei der interdisziplinären Co-Mediation oder bei der Einbeziehung anderer Fachleute
  • Unsicherheiten und Unklarheiten im Umgang mit finanziellen und wirtschaftlichen Fragestellungen
  • Schwierigkeiten mit einzelnen Prozessstufen der Mediation (z.B. bei der Arbeit mit tieferen Bedeutungen, bei der Entwicklung von nicht lösungsorientierten Optionen, beim Verhandeln mit Angeboten, beim Meditieren der Fairnesskriterien etc.)
  • Probleme mit überwiesenen Mediationen (z. B. von Gerichten, Arbeitgebern)
  • Schwierigkeiten mit sehr komplexen Mediationen (z.B. „Misch-Mediationen, Mediationen mit sehr vielen oder sehr unterschiedlichen Medianten)
  • Probleme mit hohem Konfliktniveau, hoher Emotionalität oder Machtungleichgewicht