• Suche 
  • Warum eine Mediationsausbildung?

    Seminarteilnehmer berichten immer wieder, dass die Mediationsausbildung für sie nicht nur im beruflichen Bereich, sondern auch privat einen Gewinn bedeutet. Sie hilft, die persönlichen Kompetenzen zur Konfliktlösung zu erweitern. Es bereichert, sich die der Mediation zugrunde liegende Haltung der Wertschätzung, der Eigenverantwortlichkeit und der versöhnenden Betrachtung von Unterschieden verstärkt anzueignen.

    Warum eine Ausbildung in Familienmediation?

    In einem wachsenden Bereich wichtiger Konfliktfelder hat Mediation mehr und mehr Anerkennung gefunden – als Verfahren, in dem die Verantwortung für den Prozess der Einscheidungsfindung nicht anderen übertragen wird. Die Beteiligten werden vielmehr von Mediatoren und Mediatorinnen unterstützt und befähigt, die eigenen Interessen selbst in die Hand zu nehmen und auf diese Weise optimale Regelungen zu finden.

    Genannt seien insbesondere Konflikte aus folgenden Bereichen:

    • Trennung und Scheidung
    • Erbengemeinschaft
    • Adoptiv- und Pflegefamilie
    • Nachfolge im Familienbetrieb
    • Patchworkfamilie
    • bikulturelle Familien
    • Arbeitsplatz
    • Gesellschafter
    • Institutionen / Teams
    • Nachbarschaft
    • Schule
    • Vereine

    Auch im politischen Bereich konnte inzwischen eine Reihe von Konflikten durch Mediation geregelt werden.

    Stets ist es die spezifische Aufgabe der Mediatoren, die Verhandlungen so zu strukturieren, dass man zu einer zukunftsorientierten, für alle Seiten gewinnbringenden Lösung gelangt. Hierzu soll die zweijährige Mediationsausbildung befähigen. In allen diesen Bereichen -also auch in der Familienmediation -arbeiten Mediatoren in Anlehnung an das „Harvard-Konzept“, indem sie die hinter den -Positionen- der Parteien liegenden Interessen erhellen und als Basis einer wertschöpfenden Konfliktlösung nutzen.

    Die Familienmediation erfordert darüber hinaus wegen des zumeist hohen persönlichen Konfliktpotentials der Beteiligten differenzierte Methoden der Konfliktklärung. Die fundierten Kenntnisse hierzu aus der Familienmediation haben sich als hervorragende Grundlage für schwierige Verhandlungen auch in anderen Mediationsfeldern erwiesen.

    Transfer in andere Mediationsbereiche

    In den allgemeinen Grundlagenseminaren und in den Supervisionen werden Fälle aus anderen Konfliktfeldern einbezogen. Im Rahmen der Ausbildung ist der Transfer in andere Bereiche Gegenstand eines besonderen Fachseminars.

    Die Bundes-Arbeitsgemeinschaft für Familien-Mediation (BAFM), in der Bundesrepublik einer der ersten Meditiationsverbände, hat für die Ausbildung in ihren Instituten anerkannte Standards entwickelt, die zu einer qualifizierten Arbeit befähigen. Sie entsprechen den Ausbildungsstandards des Europäischen Forums für Familienmediation und den EU-Richtlinien.

    Interdisziplinärer, prozessorientierter Ausbildungsweg zum Mediator / zur Mediatorin

    Die Ausbildung an den BAFM-Instituten findet in der Regel in einer festen Ausbildungs-gruppe statt. Die Gruppen der TeilnehmerInnen sind nach Möglichkeit aus Teilnehmern mit juristischen, psychosozialen und anderen Berufen ausgewogen zusammengesetzt. Auf diese Weise wird es möglich, im Rahmen eines interdisziplinären Gruppenprozesses voneinander zu lernen, nachhaltig einen konstruktiven Umgang mit eigenen und fremden Konfliktstrukturen zu erleben und im Miteinander eine mediative Haltung zu entwickeln. Neben der Wissens-vermittlung sind diese Erfahrungen besonders wichtig.

    Das eigene Erleben von gelungener persönlicher Auseinandersetzung und – auch im Rahmen der praktischen Fallarbeit – die Identifikation und Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Konfliktpartnern fördern die authentische Haltung als professionelle Mediatorin, als professioneller Mediator.

     

    Institut für Konfliktberatung und Meditation (IKOM)  Frankfurt
    www.ikom-frankfurt.de