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  • Kriterien für die Anerkennung der Ausbildungsinstitute für Familien-Mediation durch die BAFM    

    Anträge auf Anerkennung sind mit schriftlichen Nachweisen für alle maßgeblichen Kriterien an den Vorstand der BAFM zu richten. Dieser leitet sie dem Beirat der Ausbildungsinstitute mit der Bitte um ein Votum zu. Der Beirat der Ausbidungsinstitute wird das antragstellende Institut in der Regel zu einem persönlichen Gespräch einladen.

    Mit dem Votum des Beirates der Ausbildungsinstitute legt der Vorstand dem Hauptausschuß – bis zu dessen Installierung der Mitgliederversammlung – die Anträge zur Beschlußfassung vor.

     

    I. Voraussetzungen für die Anerkennung

    Voraussetzung für die Anerkennung der Ausbildungsinstitute für Familien-Mediation durch die BAFM ist die Benennung einer verantwortlichen Ausbildungsleitung sowie die Vorlage eines schriftlichen Curriculums über die Inhalte, Schwerpunkte und Methoden der Ausbildung, die in ihrer Gesamtheit der Ausbildungsordnung der BAFM mit ihrem interdisziplinären Anliegen entsprechen müssen.

     

    II. Nachweis der Eignung

    Es ist ein Nachweis in geeigneter Form darüber zu erbringen, daß das beantragende Ausbildungsinstitut über organisatorische, konzeptionelle und personelle Möglichkeiten zur Durchführung einer Ausbildung zum Zeitpunkt der Antragstellung verfügt bzw. bereits praktiziert. Zusätzlich ist der Nachweis für die interdisziplinäre Ausrichtung der im Rahmen der Ausbildung mitwirkenden Ausbildungsleiter/innen, Mediationsausbilder (zuständig für den Kernbereich) und Referenten (sonstige Bereiche) zu erbringen. Konzeptionell ist die interdisziplinäre Besetzung der Ausbildungsgruppen vorzusehen.

     

    III. Ausbildungsleitung

    Die Anerkennung erhält das Institut unter der konkret benannten Ausbildungsleitung. Die Ausbildungsleitung verantwortet die Ausbildung. Ausbildungsleiter müssen Mitglieder der BAFM sein und deren Kriterien für die reguläre Mitgliedschaft erfüllen (200 Stunden im Sinne der Ausbildungsordnung der BAFM). Mediationsausbilder/innen müssen ebenfalls BAFM -Mitglieder sein; im Einzelfall kann das Ausbildungsinstitut hiervon absehen. Jedenfalls aber müssen die Mediationsausbilder/innen ausgebildete Mediatoren/innen  sein (200 Stunden im Sinne der Ausbildungsordnung der BAFM). Ausbildungsleiter und Mediationsausbilder müssen als Lehrende über qualifizierte Erfahrungen in inter-disziplinärer Fort- und Weiterbildung in Mediation verfügen und diese nachweisen können (Richtwert: Nachweis der Durchführung von 120 Fort- und Weiterbildungsstunden, davon 60 im Kernbereich Mediation. Diese Erfahrung kann auch als Co-Trainer/in erworben werden.) Die Fortbildungserfahrung der Referenten muß sich nicht zwingend auf Mediation beziehen.

    Die Ausbildungsleiter/innen und Mediationsausbilder/innen müssen über eine fundierte Mediationspraxis verfügen. Fundierte Mediationspraxis heißt: 15 durchgeführte Mediationen (zusätzlich zu den vier Fällen, die zur Mitgliedschaft in der BAFM führen, insgesamt also 19 Fälle). Die Darstellung der Mediationen muß alle wesentlichen Elemente des Mediationsprozesses enthalten: Angaben zu Beginn und Ende der Mediationen, Zahl der Sitzungen, Ergebnis; bei Abbruch: Reflexion, weshalb; ob die Mediation allein oder in Co-Mediation durchgeführt wurde. Die Mediationen müssen zu einem wesentlichen Teil (ca. ein Drittel der Fälle) finanzielle Angelegenheiten betreffen. Die Abschlussvereinbarungen sind beizufügen. Die Darstellung umfaßt ca. zwei Seiten.

    Von den fünfzehn Fällen sollen vier Fälle  supervidiert sein. Die Supervisionsbestätigung ist beizufügen. Sie erhält Angaben darüber, wann, wo, bei wem und in welchem Zusammenhang die Supervision stattgefunden hat.

     

    IV. Weiterbildung

    Alle verantwortlichen Ausbilder/innen sind zur laufenden Weiterbildung verpflichtet. Die Teilnahme an den Weiterbildungskursen der BAFM ist erwünscht.

     

    V. Gegenseitige Information und Kooperation der Institute

    Die anerkannten Ausbildungsinstitute verpflichten sich zur Information und Kooperation untereinander und mit der BAFM. Die verantwortlichen Ausbildungsinstitute informieren den Vorstand der BAFM über sämtliche Ausbildungsaktivitäten, deren Planung und Durchführung. Dieser Selbstverpflichtung kommen die anerkannten Ausbildungsinstitute mindestens jährlich im Rahmen  des Beirates der Ausbildungsinstitute nach. Erfüllt ein Ausbildungs-institut die Informationspflicht zwei Jahre lang nicht, so erlischt die Anerkennung. Das gleiche gilt, wenn ein Institut zwei Jahre nach Anerkennung keine der Ausbildungs-ordnung der BAFM entsprechende Ausbildung begonnen hat.

    Der Vorstand hat darüber hinaus das Recht, sich seinerseits über Inhalte und Durchführung der Kurse zu informieren.

    Die Anerkennung erlischt auch bei einem Wechsel der Ausbildungsleitung, wenn nicht innerhalb von 6 Monaten eine neue Ausbildungsleitung benannt und von der BAFM bestätigt wird.

    Der Hauptausschuss kann auf Vorschlag des Vorstandes die Anerkennung entziehen, wenn die Kriterien für die Anerkennung nicht mehr vorliegen.

    Falls es zwischen Ausbildungsinstituten und der BAFM zu Konflikten kommt, werden die Beteiligten im Sinne des Selbstverständnisses der Mediation die Konflikte im Dialog zu klären versuchen.

     

    VI. Absichtserklärung

    Dem Antrag ist eine Absichtserklärung beizufügen, aktiv in der BAFM, insbesondere im Beirat der Ausbildungsinstitute, mitzuwirken. Die beantragenden Institute verpflichten sich ferner, auf der Grundlage der Ausbildungsordnung und der Richtlinien der BAFM auszubilden.

     

    Derzeit anerkannte Ausbildungsinstitute finden Sie hier.