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  • Zwei Befragungen für Nutzer/innen von Mediation, eine durchgeführt vom Deutschen Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV) und die andere durch die Forschungsgruppe PETRA und das ZKPR an der Universität Bremen , erbitten Ihre Unterstützung bei der Weiterleitung der Umfrage an Mediand/innen.

    Das FÖV stellt im Online-Fragebogen selbst leider recht wenig Infos über den Hintergrund der Befragung zur Verfügung, dazu können Ihre Klient/innen bei Bedarf hier mehr lesen. Gesucht sind Teilnehmer/innen von Mediationen in den letzten zwei Jahren.

    Die Forschungsgrupe PETRA hat zusätzlich zur Website www.kindeswohl-umgangsrecht.de Informationen kompakt in einem Flyer bzw. Plakat bereitgestellt, die Sie an Ihre Mediand/innen weiterleiten können. Gefragt sind getrennte Eltern mit mindestens einem Kind zw. 0 und 18 Jahren, die Trennung sollte nicht länger als vier Jahre zurückliegen. Die Befragten erhalten für die telefonische Befragung eine Aufwandsentschädigung von 25,- €. In der Umfrage soll untersucht werden, wie die Umgangsvereinbarungen zustande gekommen sind und wie sie sich auf das Wohlbefinden der Kinder und Jugendlichen auswirken. Ziel der Befragung ist, anhand der Erkenntnisse aus den Gesprächen zu schauen, wie Familien und vor allem die Kinder im Fall von Trennung und Scheidung noch besser unterstützt werden können.

     

    Das Deutsche Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung (FÖV) ist vom BMJV mit der Evaluation des MediationsG beauftragt worden. Dazu wurden Mediator/innen befragt, zudem läuft aktuell noch eine Befragung von Mediand/innen.

    Weitere Informationen auf der Homepage des FÖV

     

    Weiterhin läuft aktuell ein Forschungsvorhaben zur Nachfrage nach Mediation bzw. Mediationsbereitschaft unter dem Dach der Deutschen Stiftung für Mediation. Federführung hat Prof. Dr. Elisabeth Kals, Professorin für Sozial- und Organisationspsychologie an der Katholischen Universität Eichstätt- Ingolstadt.

    Die Umfrage befindet sich in  der Auswertungsphase.

    Weitere Informationen auf der Homepage der Deutschen Stiftung für Mediation

     

    Evaluationsbericht zur Implementierung des Güterichterverfahrens veröffentlicht

    Aus dem Bericht: „Der Gesetzgeber hat mit der Einführung des flächendeckenden Güterichterkonzepts hohe Erwartungen verbunden. Das Angebot gerichtsinterner Mediation sollte nicht mehr nur an einzelnen Modellgerichten verfügbar sein und auch nicht von der Einführung durch Landesverordnungen abhängig gemacht werden, sondern in geeigneten Verfahren aller Gerichtsbarkeiten zur Anwendung gebracht werden können. Dieses Ziel wurde offenkundig in den ersten Jahren nach Einführung des Güterichters nicht erreicht.

    Bei einer derartigen Verfehlung der gesetzgeberischen Intentionen erscheint es angezeigt, nach den Ursachen zu forschen und zu  untersuchen, wie auf eine gesetzeskonforme und gleichmäßige Verfahrenspraxis hingewirkt werden kann. Mit der vorliegenden Evaluierung soll daher auf bereinigter Datenbasis untersucht werden, auf welche Weise das neue Verfahrensmodell in die gerichtliche Praxis implementiert wurde und ob sich mittlerweile eine einheitliche und sachgerechte Verfahrenspraxis entwickelt hat. Abschließend sollen die bisherigen Entwicklungen bewertet und Vorschläge für das weitere Vorgehen entwickelt werden.“

    (vgl. Reinhard Greger: Rechtstatsächliche Untersuchung zur Implementierung des Güterichterverfahrens, S.3, siehe http://www.reinhard-greger.de/dateien/Evaluationsbericht-1.pdf)

    Zum Volltext des Berichtes geht es hier.

    Am 29. November 2016 hat zudem in Brüssel ein Workshop zum Stand der Umsetzung der Mediationsrichtlinie stattgefunden. Dazu können Sie in diesem PDF weiterlesen (in englisch).

     

    Evaluationsbericht der EU-Mediations-Richtlinie veröffentlicht

    Aus dem Bericht: „Die Richtlinie 2008/52/EG über bestimmte Aspekte der Mediation in Zivil- und Handelssachen, einschließlich des Bereichs des Familienrechts, dient dazu, den Zugang zur alternativen Streitbeilegung (ADR) zu vereinfachen und die gütliche Einigung bei Streitigkeiten zu unterstützen, indem der Einsatz von Mediation gefördert und ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Mediations- und Gerichtsverfahren gewährleistet  wird. Sie gilt für grenzüberschreitende Rechtsstreitigkeiten in Zivil- und Handelssachen […].

    Das  Ziel, einen besseren Zugang zum Recht zu gewährleisten, im Rahmen der Politik der Europäischen Union, einen Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts zu schaffen, umfasst den Zugang sowohl zu gerichtlichen als auch zu außergerichtlichen Streitschlichtungsverfahren. Mediation kann mittels Prozessen, die auf die Bedürfnisse der Parteien zugeschnitten sind, eine kostengünstige und  schnelle außergerichtliche Lösung von Streitigkeiten in Zivil- und  Handelssachen bieten. Es ist wahrscheinlicher, dass die Parteien freiwillig Vereinbarungen einhalten, die im Rahmen einer Mediation ausgehandelt wurden.Diese Vorteile sind bei grenzüberschreitenden Situationen sogar noch ausgeprägter.

    Obwohl Mediation in Zivil- und Handelssachen generell vorteilhaft ist, sollte ihre Bedeutung im Bereich des Familienrechts besonders hervorgehoben werden. Mediation kann eine konstruktive Atmosphäre für Diskussionen schaffen und garantiert faire Abmachungen zwischen den beiden Elternteilen. Darüber hinaus sind außergerichtliche Lösungen langfristig. Neben dem Hauptwohnsitz eines Kindes können auch Besuchsvereinbarungen oder Vereinbarungen bezüglich der Erziehung des Kindes angesprochen werden.“

    (vgl. Bericht der Kommission an das Europäische Parlament, den Rat und den Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss über die Anwendung der Richtlinie 2008/52/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über bestimmte Aspekte der Mediation in Zivil- und Handelssachen, S. 2)

    Zum Volltext des Berichtes geht es hier.

     


    An dieser Stelle veröffentlichen wir Anfragen zur Mitwirkung in Forschungs- oder Studienprojekten, die an die BAFM herangetragen werden. Der BAFM liegt viel an der Professionalisierung und der Weiterentwicklung im Mediationsbereich. Daher würden wir uns freuen, wenn Sie sich von Zeit zu Zeit an dieser Stelle über neue Vorhaben informieren und nach Möglichkeit daran teilnehmen.

    Herzlichen Dank!