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  • Kongress des Bundesverbandes Mediation e.V. 2016 in Dresden

    Mit dem herausfordernden Motto „Vielfalt neu denken“ bat der Bundesverband zum Kongress 2016. Gerne ist die Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation dieser Einladung gefolgt. Sprecherin der BAFM, Dagmar Lägler, selbst auch BM-Mitglied und Sprecher Prof. Dr. Hans-Dieter Will nahmen teil und waren begeistert. Ebenso war auch die Geschäftsstelle mit einem Info-Tisch vor Ort. Es bot sich Gelegenheit zum Austausch zwischen den anderen Mediationsverbänden und allen Kollegen und Kolleginnen.

    Poetisch und  charmant begrüßte Sosan Azad, 2.Vorsitzende des Bundesverbandes Mediation insbesondere im Namen des Teams der Regionalgruppe Dresden.

    Die besondere Mentalität der Dresdner brachte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch in einem Grußwort näher.

    Frank Richter, Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung hielt den ersten Auftaktvortrag und warb ebenfalls um Verständnis für Unmutsäußerungen manches sächsischen Bürgers, der der erstaunlichen Marketingkampagne von Pegida folge, weil er verunsichert ist, sich fremd bestimmt fühlt. Ausländerfeindlichkeit ist dabei oft gar nicht die erste Motivation. Mit diesen Bürgern werden viele Gespräche geführt,  wenn sie sich bsw. davon überfahren fühlen, dass ein Flüchtlingsheim direkt in ihrer Nähe gebaut wird. Die Landeszentrale für politische Bildung übernimmt häufig die Moderation solcher Gespräche. Das Programm heißt „Kommune im Dialog“. Frank Richter stellte jedoch auch klar, dass es einen kleinen dem rechtsradikalen Spektrum zuzurechnenden Kreis gibt, der nicht bereit ist auf einer Grundlage gegenseitigen Respekts Gespräche zu führen. Diesen Gruppen sollte dann auch kein Forum geboten werden.

    Dr. Ruth Seliger aus Wien beschrieb in ihrem Vortrag wie Veränderungen positiv begleitet werden können.

    „Eine Krise entsteht, wenn das Alte stirbt und das Neue nicht geboren werden kann.“ Es gilt Veränderungsenergien zu mobilisieren. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.  Der Fokus darf nicht bei den Gegnern liegen, sondern bei solchen Menschen, die noch zögern. Diese Menschen können sich dem Wandel anschließen und die entsprechenden Energien mobilisieren, wenn sie einen Sinn darin sehen, es eine gemeinsame Vision gibt, der Fokus auf die Ressourcen, auf die Stärken gelegt wird und sie den eigenen Einfluss spüren, (positive change).

     

    Für die knapp 300 Teilnehmer schlossen sich dann über 30 Workshops für die folgenden 2 Tage an, die sich durch Professionalität, Wissen und Erfahrung,  aber auch durch Neugierde und der Begeisterung, etwas gemeinsam zu entwickeln, auszeichneten. Vielfalt der Methoden und der Anwendungsfelder, Vielfalt und Offenheit gegenüber Neuem, immer mit dem Fokus auf die Stärken und Ressourcen. Es wundert nicht, dass MediatorInnen begeistert und enthusiastisch sind. Entsprechend wurde höchst heiter und ausgelassen  beim Kongressfest getanzt, nachdem Preise für besonders engagiertes Marketing  für Mediation (BM-Regionalgruppe in Göttingen und Berlin)  und für besondere Initiativen mit Geflüchteten (Frankfurt und eine Schule in Berlin) verliehen worden waren.

    Ein liebevolles Rahmenprogramm mit Stollenbäcker, Malerei aus der Porzellanmanufaktur in Meissen, Tango und Tai Chi rundeten das Programm ab.

    Ein großer Dank geht von der BAFM an die Organisatoren mit viel Zuversicht und Vorfreude für den nächsten Kongress 2018 in Weimar, zu dem BM, BMWA und BAFM dann gemeinsam einladen.

    Bericht_BM_Kongress_Dresden_2016

    www.bm-kongress.de