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  • „Familien-Mediation bei eskalierenden Trennungskonflikten? Eltern als Schutz- und Risikofaktoren für ihre Kinder“

    Programm

    Die Familien-Mediation hat sich schon immer in besonderer Weise bei elterlichen Trennungs- und Scheidungskonflikten als Alternative zu familiengerichtlichen Streitverfahren bewährt. Die zunehmende Etablierung der Familien-Mediation sowohl in der institutionellen psychosozialen Beratung als auch in der anwaltlichen und gerichtlichen Tätigkeit hat inzwischen auch zu ihrer Anwendung im familiengerichtlichen Kontext und bei eskalierenden und eskalierten elterlichen Konfliktverläufen geführt.

    Daraus ergeben sich sowohl neue Chancen der Nutzung von mediativen Konfliktbearbeitungsansätzen als auch neue Fragen zur Modifikation mediativer Hilfestellungen und Anforderungen an die professionelle Kompetenz der Familien-MediatorInnen. Mit Inkrafttreten des FamFG zum 1. 9. 2009 stellen sich für alle mit Trennungs- und Scheidungskonflikten befassten Berufsgruppen neue Anforderungen an die interdisziplinäre Zusammenarbeit.

    Die Frage stellt sich, welchen Beitrag die Familien-Mediation auch bei hochstreitigen und gerichtsverbundenen Konfliktverläufen elterlicher Trennungen und Scheidung leisten kann, damit

    • Eltern ihre Kinder vor schädigenden Auswirkungen anhaltender Trennungsstreitigkeiten schützen können, statt selbst zu Risikofaktoren für ihre Kinder zu werden,
    • Eltern ihre Konflikt- und Kooperationsfähigkeit verbessern und den Entwicklungsbedürfnissen ihrer Kinder (wieder) gerecht werden können.

    Der Fachtag ist mit verschiedenen Kurzreferaten und vertiefenden Workshops diesen Fragen nachgegangen. Wir hoffen, damit zu einem praxisorientierten Erfahrungsaustausch beigetragen zu haben.

    Informationen zu den ReferentInnen:

    heiner-krabbe

     

    Heiner Krabbe

    1986 – 1996 Leitung der Beratungsstelle Trialog (Beratungsstelle bei Familienkrisen Trennung, Scheidung)
    1989 – 1991 Ausbildung zum Mediator (BAFM)
    1991 Herausgabe des Buches: Scheidung ohne Richter
    Seit 1992 Fortbildungs- und Weiterbildungsaufträge für psychosoziale und juristische Einrichtungen
    1996 Gründung des Ausbildungsinstituts Mediationswerkstatt Münster gemeinsam mit Hannelore Diez
    seit 1996 eigene Psychotherapeutische Praxis, Co Autor des Buches: Familienmediation und Kinder

    Veröffentlichungen ab 1999:

    • Heiner Krabbe: Die mediationsanaloge Supervision. In: Konsens 3, 2. Jg. 1999.
    • H. Krabbe, H. Diez: Kinder und Jugendliche in der Familien-Mediation. In: Zeitschrift für Konflikt-Management 5, 4. Jg. 2001.
    • Heiner Krabbe: Trennungs- und Scheidungsberatung. In: F. Nestmann, F. Engel, U. Sickendiek (Hrsg.): Das Handbuch der Beratung, Dresden 2002.
    • H. Diez, H. Krabbe, S. Thomsen: Familien-Mediation und Kinder – Grundlagen, Methodik, Techniken, Bundesanzeiger Verlag, Köln 2002.
    • Heiner Krabbe: Kurz-Mediation – Die Kunst der Gesamt-Mediation in einer Sitzung. In: Zeitschrift für Konflikt-Management 2, 2004.
    • Heiner Krabbe: Familien-Mediation ohne Kinder? In: Perspektive Mediation 4, 2005.
    • Heiner Krabbe: Was hilft den Kindern bei der Scheidung ihrer Eltern? In: Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe 7/8, 2006.
    • H. Krabbe, K. Höynck, M. Mersmann: Implementierung der Mediation ins Jugendamt. In: Zeitschrift für Kindschaftsrecht und Jugendhilfe 11, 2006.
    • Heiner Krabbe: Eltern – Jugendlichen – Mediation. In: Praxis der Kinderpsychologie und Kinderpsychiatrie 8, 2006.
    • H. Krabbe, A. Kutz: Orchester-Mediation. In: Zeitschrift für Konflikt-Management 4, 2007.
    • Heiner Krabbe: Rosenkriege – Ist Mediation mit hochstrittigen Scheidungspaaren möglich. In: Zeitschrift für Konflikt-Management 2, 2008.

    mueller-magdeburg

    Dr. jur. Cornelia Müller-Magdeburg, Vizepräsidentin des Amtsgerichts Pankow/ Weißensee

    Lebenslauf:
    Geboren 1965 in Baltimore/Maryland. Studium der Rechtswissenschaften am New College of U.S.F. in Sarasota/Florida, an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster und an der Freien Universität Berlin. Seit 1994 Richterin an verschiedenen Berliner Gerichten, persönliche Referentin der Senatoren für Justiz des Landes Berlin Dr. Peschel-Gutzeit sowie Dr. Ehrhart Körting, nunmehr Familienrichterin am Amtsgericht Pankow/Weißensee, Berlin, zugleich seit 2006 Vizepräsidentin des Amtsgerichts Pankow/Weißensee, Berlin, Ausbildung als Familienmediatorin, zur Zeit ehrenamtliche Mediatorin in der Erziehungs- und Familienberatungsstelle Friedenau; Mitentwicklung und Implementierung des sog. beschleunigten Familienverfahrens für Berlin.

    Lehrtätigkeit:
    Referentin für das Auditorium Celle (Fortbildungsinstitut der Notarkammer Celle), Sachverständige und Dozentin für Gewaltschutz und Kinderschutz für die gtz (Gesellschaft für technische Zusammenarbeit) in Kambodscha, Schulung sämtlicher Richter und Staatsanwälte des Königreiches Kambodscha in der Anwendung des Cambodian Law on the Prevention of Domestic Violence and the Protection of the Victims für die Royal Judicial Academy Phnom Penh (RJAP), Sachverständige und Dozentin für Gewaltschutz und Kinderschutz für den Menschenrechtsbeauftragten des Europarates im Rahmen des Programms „Police and Human Rights“, u.a. in Albanien und Mazedonien, Dozentin für das Sozialpädagogische Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg.

    Veröffentlichungen:

    • Der gesetzliche Vertreter nach § 11 b VermG“ in Zeitschrift für offene Vermögensfragen (ZOV) 1993, S. 149,
    • „150 Jahre Berliner Staatsanwaltschaft“, in NJW 1997, S. 306,
    •  Die Abgrenzung von Tatbestandsirrtum und Verbotsirrtum bei Blankettnormen“ (Shaker Verlag 1999),
    •  Notarielle Pflichten bei finanzierten Grundstückskaufverträgen“ in ZNotP 2003, 213,
    • „Unsere Aufgaben im 20. Jahrhundert“ (Herausgeber) zugleich Festschrift für Dr. Peschel-Gutzeit, Berlin Verlag, 2002,
    • Rechtsschutz gegen notarielles Handeln“, Carl Heymanns Verlag 2005,
    • Training Manual for Judicial Professionals on the Cambodian Law on the Prevention of Domestic Violence and the Protection of the Victims, gtz 2008,
    • „Plädoyer für eine Änderung von § 4 Abs. 3 Satz 4 BEEG“ in Familie und Recht, Heft 9, 2008,
    • „Datenschutz in der Verantwortungsgemeinschaft?“ in FPR 2008, 619,
    • „Die Untätigkeitsbeschwerde nach § 15 Abs. 2 BNotO im Lichte des FamFG“ in ZNotP 2009,
    • „Das beschleunigte Familienverfahren im Lichte des FamFG“ in ZKJ 2009, 184,
    • „Verändertes Denken – zum Wohle des Kindes“ (Herausgeber), Nomos Verlag 2009,
    • „Das familiengerichtliche Verfahren als Einladung zu einer Flussfahrt“ in Müller-Magdeburg (Hrsg.) „Verändertes Denken – zum Wohle des Kindes“, Nomos Verlag 2009.